Was ist Antisemitismus?

Wenn man sich mit der jüdischen Geschichte beschäftigt, muss man sich auch mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzten. Den gibt es schon fast so lange, wie es das Judentum gibt. Aber was ist Antisemitismus überhaupt? Antisemitismus ist zunächst einmal eine feindliche Einstellung gegenüber Mitgliedern des jüdischen Volkes. Er besteht aus vielen Vorurteilen. Antisemiten, also Menschen, die eine feindliche Einstellung gegenüber Juden haben, denken, dass Juden keine richtigen Menschen seien und behaupten, sie seinen nichts wert. Dabei kann es sein, dass solche Personen sogar gewalttätig gegenüber Juden werden.

Antisemitismus gab es auch schon zur Zeit der Römer. Unter dem römischen Kaiser Theodosius I. wurde das Christentum im Jahr 325 nach Christus zur Staatsreligion. Dadurch entstanden erste Vorurteile und feindliche Gesinnungen gegen Juden. Beispielsweise die des „Christusmörders“ da die Juden nicht an Jesus glauben oder das Vorurteil „Geldjuden“ im Mittelalter durch den Beruf des Pfandleihers. Später, im 19. und 20. Jahrhundert, entwickelte sich ein völkisch-rassistischer Antisemitismus. Das bedeutet, Juden wurden als minderwertige Menschen angesehen, die anderen Rassen unterlegen sein sollten.

In all diesen Zeiten wurden Juden durch die Vorurteile, die gegen sie bestanden, ausgegrenzt, verfolgt und sogar ermordet. Seinen Höhepunkt fanden diese Geschehnisse im Nationalsozialismus, zu dessen Zeit unter Adolf Hitler nahezu 6 Millionen Juden umgebracht wurden. Dabei hatte dieser Hass keine vernünftige Grundlage und trat deshalb sozusagen völlig ohne Grund auf. Die Juden konnten also gar nichts für die Vorurteile gegen sie und mussten die Gewalt und die Diskriminierung, die ihnen über die Jahrhunderte entgegengebracht wurde, ertragen.