Das Jahr 1692 markiert die Erlaubnis für Juden, einen jüdischen Friedhof zu erbauen. Dieser liegt in der Straße am Berge. Dort dokumentieren noch erhaltene Grabsteine von Beisetzungen in den Jahren 1705 bis 1953. Betroffen von der Reichspogromnacht war der Friedhof zwar nicht, aber die damalige Leichenhalle, die dann 1974 mit dem Wächterhaus abgerissen wurde, wurde beschädigt.

Generell zum Verständnis, jüdische Friedhöfe sind ganz anders als christliche. Zum Beispiel werden dort keine Blumen gepflanzt, Bänke errichtet oder Sträuße and die Gräber gebracht. Dieser Ort ist für Juden nicht zum Verweilen da, man legt deshalb einen Stein an das Grab. Außerdem sollte bedacht werden, dass die meisten Menschen, die dort begraben sind, keine Angehörigen mehr haben und dadurch Besucher sehr unwahrscheinlich sind.