Nachdem der Krieg in Europa vorbei war, wurden die 1100 Juden, die im KZ-Bergen-Belsen befreit worden waren, nach Celle gebracht. Sie stellten ein Komitee, also eine Versammlung von gewählten Personen auf, das sich um die Juden in Celle kümmerte. Vorsitzender des Komitees wurde Raphael Olewski. Unter seiner Leitung wurde eine Zeitung verfasst. Sie war die erste jüdische Zeitung in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Außerdem erhielt die jüdische Gemeinde den Friedhof und die Synagoge zurück. Zusätzlich wurden wieder zahlreiche Gottesdienste veranstaltet. Die Gemeinde zog Juden aus ganz Deutschland an, sodass 1947 knapp 2700 Juden in Celle lebten. So groß war die Gemeinde in Celle bis dahin noch nie gewesen. 1949 zogen 500 von ihnen in die Innenstadt und wohnten dort. Doch dadurch, dass sehr wohlhabende Mitglieder langsam auswanderten und es irgendwann keine Spenden von Hilfsorganisationen mehr gab, verschlechterte sich die Situation der jüdischen Gemeinde immer mehr. Im Jahr 1950 wanderten immer mehr Gemeindemitglieder aus, bis die Synagoge 1962 geschlossen wurde, da es nicht mehr genug Mitglieder gab. Die 15 verbliebenen Juden schlossen sich der Gemeinde in Hannover an.

Die Stadt Celle erneuerte die Synagoge ab dem Jahr 1969, da sie schon ein sehr altes Gebäude war. Die Wiedereröffnung fand 1974 statt. Das geschah unter dem Rabbiner Dr. Nathan Peter Levinson. 1997 entstand eine neue jüdische Gemeinde in Celle, die auch wieder die Synagoge benutzte. Das Nachbargebäude wurde zu einem Museum gemacht, welches Ausstellungen zum Thema jüdischer Geschichte und jüdischer Geschichte in Celle zeigt. Diese Gemeinde besteht bist heute. Seit 2019 gibt es dort auch eine kleine Bibliothek.