Mit dem Nationalsozialismus mussten die Juden in Europa eine besonders schreckliche Zeit durchstehen. Die Nationalsozialisten sahen die Juden als eine minderwertige Rasse an. Sie dachten, es wäre besser für die Welt ohne sie zu leben. So wurden die Juden damals stark in ihren Rechten eingeschränkt. Außerdem wurden sie aus dem Land vertrieben und irgendwann systematisch ermordet. Dabei wurden sie in sogenannte Konzentrationslager (KZ) gebracht in denen sie unter fürchterlichen Bedingungen leben und hart arbeiten mussten, bis sie in großen Gruppen meistens in Gaskammern ermordet wurden. Diese Lager nennt man Vernichtungslager. Auch gab es Arbeitslager, in denen die Inhaftierten unter genauso schlimmen Bedingungen arbeiten mussten. Hier wurden sie allerdings nicht systematisch ermordet. So brachten die Nationalsozialisten über 6 Millionen Juden um. Das wird heute Holocaust genannt.

In Celle wurde 1939 die jüdische Gemeinde zu einem Verein gemacht. Dieser Verein wurde dann aber am 27. Mai 1942 in die „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“ aufgenommen. Der Verein und die Reichsvereinigung wurden von der NSDAP kontrolliert um den Transport der Juden in verschiedenste Konzentrationslager besser zu organisieren. Dies hatte aber nicht viel zu bedeuten, da schon zwei Jahre zuvor, also 1940 die meisten Juden in Celle aus ihren Wohnorten vertrieben worden waren. Ab 1941 wurden die Juden in Celle in verschiedene Konzentrationslager gebracht, wie beispielsweise Auschwitz, Riga und Bergen-Belsen. Deshalb lebten ab 1942 nur noch drei ältere Ehepaare jüdischer Abstammung in Celle.