Eine Synagoge wurde ihnen zu Anfang untersagt. Im Jahr 1740 änderte sich dies jedoch und die Gemeinde kaufte, mit Erlaubnis, zwei Häuser in Celle (im Kreise 23 und 24) und baute dahinter das Gebäude, wo sie einen offiziellen Ort zum gemeinsamen Beten hatten. Im Vorderhaus war eine Schule. Über diese weiß man heute nicht mehr viel. Sie war wahrscheinlich eine Elementarschule, so etwas Ähnliches wie eine Grundschule. Da sie allerdings nur wenige Schüler besuchten, wurde ab dem Jahr 1900 nur noch Religionsunterricht erteilt. Der letzte Lehrer war ein Rabbiner mit dem Nachnamen Cohn. Ein Rabbiner ist ein jüdischer Geistlicher und Lehrer. Man könnte ihn am ehesten mit einem christlichen Pastor oder Pfarrer vergleichen. Jedoch wurde fast 200 Jahre später in der Reichspogromnacht (mehr dazu im Kapitel „Die Jüdische Geschichte in Celle”) am 9. auf den 10. November 1938 die Synagoge von den Nationalsozialisten zerstört. Die Reparaturen fanden nach dem Ende des zweiten Weltkrieges statt. Direkt neben der Synagoge befindet sich eine Mikwe, dies ist ein sogenanntes Tauch-Bad, was den Geist reinige. Die Synagoge in Celle ist vermutlich das älteste jüdische Gotteshaus in Deutschland.